Hier werden die Verschiedenen Hamster Gattungen und Arten beschrieben und deren Platz in der Tierwelt skizziert. Die Einteilung in Großhamster (dazu gehört der Feldhamster Cricetus cricetus), Mittelhamster (in diese Gruppe gehört der Syrische Goldhamster Mesocricetus auratus), und Zwerghamster (hier hinein lässt sich auch der Roborowski Zwerghamster Phodopus roborovskii einordnen) stellt die einfachste und für Hamsterfreunde übliche Einteilung der Hamster dar. Wer es dennoch genauer wissen möchte, der findet auf dieser Seite die Positionen der verschiedenen Hamster im Tierreich.

© hamster-hamster.de

 

1. Hamster - Gattungen und Arten     [zur Hauptseite]

 

1.1 Das Tierreich und dessen Systematik (Taxanomie)

 

Bevor man überhaupt zu Gattungen und Arten der Hamster und kommt, sollte man sich klar machen, dass das Tierreich zunächst nach Klassen, Ordnungen und Familien eingeteilt ist. Die Reihenfolge (grobe Einteilung -> sehr fein) sieht so aus:

 

Stamm /Reich -> Klasse -> Ordnung -> Familie -> Gattung -> Art

 

Hierbei werden stets auch noch Unterordnungen, Untergattungen etc. unterschieden. Der Artname wird immer klein geschrieben. Um ein Lebewesen genau zu beschreiben genügt der Gattungs- und Artname. Hamster finden ihren Platz in dieser Klassifikation hier:

 

Chordata -> Säugtiere (Mammalia) -> Wühler (Cricetidae) -> Nagetiere (Rodentia) -> Hamster (Cricetinae) -> Art

 

Der Dsungarische Zwerghamster findet seine Platz wie folgt:

 

Chordata -> Mammalia -> Cricetidae -> Rodentia -> Phodopus -> sungorus

 

Nur die Kategorie Art ist als geschlossene Fortpflanzungsgemeinschaft genau definiert. Ausnahmslos Nachkommen innerhalb einer Art sind fruchtbar und können sich weiter Fortpflanzen. Darüber hinaus sind die Einteilungen sehr schwierig. Dies erkennt man auch darin, dass es zwei unterschiedliche Klassifikationen gibt. Die künstliche Systematik (Ordnung nach ähnlichen Merkmalen) und die natürliche oder auch phylogenetische Systematik (Ordnung nach der stammesgeschichtlichen Verwandschaft der Lebewesen). Letztere Klassifikation ist allerdings schwierig, weil die Verwandschaftsverhältnisse bei weitem noch nicht vollständig erforscht sind.

 

Achtung! Lebewesen tragen neben einem Trivialanamen (wie zum Beispiel "Goldhamster") auch einen wissenschaftlichen Namen (wie zum Beispiel Mesocricetus auratus). Dieser wissenschaftliche Name ist kein lateinischer Name! Die häufig anzutreffende Schrweibweise wie beispielsweise "Roborowski-Zwerghamster" (lat. "Phodopus roborivskii") ist also falsch und sollte daher nicht verwendet werden.

 

1.2 Die Einteilung der Cricetinae (Hamster)

 

Cricetinae

Cricetulus

Calomycus

Phodopus

Cricetus

Mesocricetus

Mystromys

Cricetulus baranensis

Mongolischer Hamster

Calomyscus bailwardi

Mausartiger Hamster

Phodopus campbelli

Campbell Zwerghamster

Cricetus cricetus

Europ. Feldhamster

Mesocricetus auratus

Syrischer Goldhamster

Mystromys albicaudatus

Südafrikanischer Hamster

Cricetulus griseus

Chin. Streifenhamster

 

Phodopus roborovsikii

Roborowski Zwerghamster

 

Mesocricetus brandti

Türkischer Hamster

 

Cricetulus eversmani

Kasachstan Hamster

 

Phodopus sungorus

Dsungarischer Zwerghamster

 

Mesocricetus raddei

Georgianischer hamster

 

Cricetulus kamensis

Tibetanischer Hamster

 

 

 

Mesocricetus newtoni

Rumänischer Hamster

 

Cricetulus longicaudatus

Langschwanz Hamster

 

 

 

 

 

Cricetulus migratorius

Armenischer Hamster

 

 

 

 

 

Cricetulus triton

Rattenartiger Hamster

 

 

 

 

 

 

Hier kann man erkennen, dass das Ende der Fahnenstange bei den fünf in der Hiemtierhaltung bekannten Arten keineswegs erreicht ist. Es wurden bisher 17 Hamsterarten entdeckt und diese in sechs Gattungen eingeteilt. Hamster der Gattungen Phodopus und Mesocricetus waren relativ leicht zu zähmen und in Gefangenschaft zu halten. Der Cricetulus griseus mit dem Trivial-Namen Chinesischer Streifenhamster wurde, wie der Dsungarsiche Zwerghamster auch, ursprünglich für Tierversuche benutz und später auch als Schlangenfutter gezüchtet. Der Chinesische Streifenhamster ist ähnlich wie der Feldhamster auch sehr offensiv, und weiß sich auch sehr wohl selbst zu verteidigen. Deshalb ist er auch aus der Laborhaltung und Futtertierzucht weitgehend verschwunden. Es gibt jedoch einige Liebhaber, die diese Tiere halten. Die Chin. Streifenhamster sind wie der Campbell Zwerghamster bissiger als die Dsungarsischen Zwerghamster. Wenn man sich ein solches Tier zulegt, sollte man einen vertrauenserweckenden Züchter aufsuchen der sich auch selbst viel mit den Tieren beschäftigt. Meist sind  sie dann schon relativ zahm. Hamster aus Futtertierzuchten sollte man mit Vorsicht genießen. Diese sind häufig bissig und teilweise auch sehr Jung. Einige haben keine Chance wenn man sie von der Mutter trennt (bei der Verwendung als Futtertier spielt das natürlich keine Rolle). Hamster der Gattung Cricetulus sind meist nur eingeschränkt für eine Heimtierhaltung zu empfehlen.

 

 

 


 

| Goldhamster / Teddyhamster | Dsungarischer Zwerghamster | Campbell Zwerghamster | Roborowski Zwerghamster | Chinesischer StreifenhamsterErnährung von Hamstern |  Haltung von Hamstern |  Verhalten der Hamster |  Gesundheit der Hamster | Hamstergeschichten |


 

 

 

Diese Seite ist Bestandteil der Internetpräsenz http://www.hamster-hamster.de

Veröffentlichungen sind nur nach Absprache mit den Autoren gestattet.

 

Hamster im Detail bei http://www.hamster-hamster.de