Wer mit dem Gedanken der Hamsterzucht spielt, dem empfehlen wir dringend die Lektüre dieser Seite. Bei der Zucht und Aufzucht von Goldhamster oder Zwerghamstern gibt es einiges zu beachten, das hier kurz vorgestellt werden soll.

 

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Hamsterzucht  

 

Infobox: Hamsterzucht

 

Das wichtigste Vorab: Die Hamsterzucht ist kein Spiel, sondern eine ernstzunehmende Sache bei der man viel falsch machen kann. Deshalb soll hier zunächst auf die häufigsten Fehler und Probleme bei der Zucht von Mittel- oder Zwerghamstern heingegangen werden:

 

 

Probleme und Fehler bei der Hamsterzucht:

Achtung Hamsterzucht!

Es wird gezüchtet ohne über die Folgen nachzudenken: Wohin mit den ganzen Hamstern? Hamster sind allesamt Einzelgänger! Daher wird auch nach einiger Zeit jeder seinen eigenen Käfig fordern!

Achtung Hamsterzucht!

Die Mutter ist zu jung: In diesem Fall kommt es häufig zu Todesfällen beim Nachwuchs, da die Milchdrüsen der Hamstermutter nicht genug Milch produzieren.

Achtung Hamsterzucht!

Es werden Hamster gekreuzt, die sich genetisch nicht vertragen: Hier kommt es zu schweren Missbildungen wie Augenlosigkeit des Hamsternachwuchses. (Beispielsweise bei der Kreuzung von weißbäuchigen Goldhamster-Zuchtformen.)

Achtung Hamsterzucht!

Potenzielle Hamster-Abnehmer entpuppen sich plötzlich als Seifenblasen: Zunächt begeistert von der Idee die süßen Hamster zu züchten, machen viele die zuvor noch unbedingt einen Hamster aus dem Wurf haben wollten einen Rückzieher. Dies ist leider besonders häufig der Fall bei Kindern und Jugendlichen die "unerwartet" an der Barriere ihrer Erziehungsberechtigten scheitern, aber auch bei Erwachsenen ist dies nicht selten. (Zum Beispiel wenn der Lebenspartner keine Hamster im Haus möchte oder ein Hausbewohner eine Allergie gegen die Tiere hat.)

 

Falls diese kleine Liste ihnen etwas Angst davor gemacht haben sollte Hamster zu züchten, dann hat sie ihren Zweck erfüllt. Dies ist keine Boshaftigkeit, sondern wir möchten einfach auch darauf hinweisen, dass die Ergebnisse einer unkontrollierten und ungeplanten Zucht häufig in Tierheimen ein tristes dasein führen müssen, und eine Zucht etwas sehr ernstzunehmendes ist. Falls Sie noch weiter Informationen zur Hamsterzucht lesen möchten, geht es hier weiter: > Hamsterzucht <

 

Das wichtigste zur Zucht von Mittelhamstern oder Zwerghamstern:

Das Weibchen ist biologisch etwa alle vier Tage paarungsbereit. Man kann die Brunst des Weibschens durch ausprobieren feststellen. Dazu zieht man sich einen Lederhandschuh an und setzt das Hamsterweibchen zum Hamstermännchen in den Käfig. Ist das Weibchen nicht brünstig, so wird es das Männchen unter Umständen Totbeißen. Deshalb muss man das Weichen sofort wieder herausnehmen! Setzt man die Hamster zusammen, dann immer das Weibchen zum Männchen (nicht umgekehrt!) Nach der Paarung nimmt setzt man das Weibchen wieder in ihren Käfig.

 

Das Weibchen benötigt nun sehr viel Ruhe und eine besonders reichhaltige und ausgewogenen Ernährung. Dabei darf tierisches Eiweißfutter auf keinen Fall fehlen (man kann beispielsweise frisch gehacktes Muskelfleisch, Mehlwürmer oder Quark anbieten.) Auch Nistmaterial zum Beispiel in Form von feinem Heu und zerstückelten Papiertaschentüchern sollten nicht fehlen. Außerdem sollten Sie ein Häuschen mit einem abnhembaren Deckel in den Käfig stellen. Dann können Sie das Nest täglich kontrollieren, ohne die Hamstermutter allzusehr zu stören. Es kann vorkommen, dass ein Hamsterwelpe tot im Nest liegt, dann sollten sie es aus dem Käfig nehmen. Berühren sie aber niemals die Hamsterwelpen oder das Nest mit bloßen Händen! Die Mutter könnte sonst die Aufzucht der Kleinen abbrechen.

Nach etwa 4 - 5 Tagen beginnt das Fellwachstum bei den Hametrjungen und nach insgesamt 10-14 Tagen öffnen die Welpen ihre Augen. Nach etwa 3 Wochen laufen sie schon zaghaft im Käfig herum und hamstern kleine Körner wie zum Beispiel Hirse. Nach 4 Wochen sind die kleinen schon recht unabhängig von der Mutter.

Wichtig: Hamsterwelpen die das Nest verlassen haben können in eine Wasserschale fallen und ertrinken! Daher sollte man entweder eine Trinkflasche oder eine sehr flache Schale benutzen, aus der die Hamsterjungen notfalls selbstständig wieder entkommen können.

 

 


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