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Goldhamster / Teddyhamster  

 

Der syrische Goldhamster (Mesocricetus auratus) und der Teddyhamster unterscheiden sich äußerllich in der Felllänge. Der Teddyhamster hat ein bedeutend längeres Fell als der syrische Goldhamster, wobei auch der Teddyhamster zu den Goldhamstern gehört, er ist eine Zuchtform, die in der Laborhaltung bzw. Heimtierhaltung aus der Naturform des Goldhamsters entstanden ist. Es gibt noch weitere Zuchtformen des syrischen Goldhamsters, z.B. der gescheckte Goldhamster, der aus mehreren Farben besteht oder auch einfarbige Goldhamster, die klomplett weiß, schwarz oder auch cremefarben sind. Heutzutage ist es schwierig in einer Zoohandlung oder einem Tierheim einen "echten" syrischen Goldhamster in seiner wildfrabe zu finden. Meistens findet man Farbmutationen, die sich im Laufe der Zeit weiter vererbt haben. Der Teddyhamster gehört zu den beliebtesten Goldhamstermutationen, wobei es ihn in allen Farbvariationen gibt, wie den kurzhaarigen Goldhamster auch.Die Männchen haben häufig ein sehr langes Fell, das am ganzen Körper zu finden ist und sehen aus wie ein Fellknäuel. Bei weiblichen Teddyhamstern ist das längere Fell oft nur hinten ausgeprägt. Teddhamster benötigen eine andere Ernährung als Goldhamster: siehe Haarballen

 

Größe: ~ 15cm

Gewicht: ~ 85-180g

 

Infobox: Mutation

Die Mutation ist eine Abänderung der Eigenschaften eines Lebewesens, die im Gegensatz zur Modifikation erblich ist. Mutationen treten spontan (Spontanmutation) auf oder unter dem Einfluss von Mutagenen (induzierte Mutation). Die Bedeutung von spontanen Mutationen liegt darin, dass sie ein Evolutionsfaktor sind (Evolution). Chemisch betrachtet besteht eine Mutation in einer Änderung der vorliegenden Nucleinsäuresequenz der Erbsubstanz. Man unterscheidet:

1. Genmutationen (Punkt-, Locusmutationen): Diese entstehen durch Einbau von Basenanalogen oder durch chemische Veränderung der Basen (Nucleinsäuren) innerhalb eines Gens. Die Chromosomenstruktur bleibt unverändert. Größere Genmutationen sind Inversionen, Translokationen und Duplikationen; bei Deletionen und Defizienzen gehen Genbruchstücke verloren.

2. Chromosomenmutationen: Veränderungen der Struktur eines oder mehrerer Chromosomen (Übergang zu Genmutationen fließend).

3. Ploidie- oder Genommutationen: Veränderungen der Zahl ganzer Chromosomen oder Chromosomensätze (z. B. Trisomie).

4. Plasmon- und Plastidenmutationen: Abänderungen plasmatischer Erbfaktoren bzw. der Plastiden.

Spontane Mutationen treten mit einer Häufigkeit von 1 Mutation auf 10 000 bis eine Milliarde Individuen auf. Diese Mutationsrate kann bei induzierten Mutationen auf 1 Mutation pro 100 Individuen erhöht werden.

 

 

Infobox: Genetik bei Hamstern

Die Vererbungslehre bei Hamstern ist schon recht gut erforscht. Bei  der Hamsterzucht gibt es einige Dinge zu beachten, um Missbildungen vorzubeugen. So darf man bestimmte Hamster nicht miteinander kreuzen, da sonst beispielsweise Augenlosigkeit auftritt. Interessant in Bezug auf Hamster sind rezessive und dominate Eigenschaften. Hier zwei Beispiele:

 

Die folgenden Tabelleninhalte sind Durchschnittswerte.Keinesfalls repräsentieren sie die mathematisch exakte Berechen- barkeit einer Hamsterzucht. Die Weitervererbung beruht auf Zufällen, die man aber in ihrer Warscheinlichkeit berechnen kann.

 

Langhaarhamster (LL) - Kurzhaarhamster (KK) beim Goldhamster

Langhaar (LL)

 

Kurzhaar (KK)

 

Erklärung des Diagramms:

Kreuzt man einen Langhaar und einen Kurzhaar Goldhamster, so ergibt sich bei den (hier angenommenen vier) Nachkommen eine Erbsubstanz, die je ein Langhaar- und ein Kurzhaar-Gen beinhaltet. Weil das Kurzhaarige Gen dominant ist sehen die Kinder (1. Generation) überwiegend nach Kurzhaar-Hamster aus. Kreuzt man nun zwei Hamster der 1. Generation miteinander, so ergibt sich (bei wieder angenommenen vier) Nachkommen folgendes Bild. Ein reiner Kurzhaarhamste (KK), zwei Mischlinge (KL) und ein Langhaar-Hamster (LL)

LL

KK

Kreuzung ergibt 1. Generation

 

KL

 

 

KL

 

 

KL

 

KL

 

Kreuzung ergibt 2. Generation

 

 

KK

KL

KL

LL

 

 

 

 

Weiße Zuchtform (WW) - Naturform (NN) beim Dsungarischen Zwerghamster

Natur (NN)

 

Weiß (WW)

 

Erklärung des Diagramms:

Kreuzt man einen Weißen und einen Naturfarbenen Dsungarischen Zwerg- hamster, so ergibt sich bei den (hier angenommenen vier) Nachkommen eine Erbsubstanz, die je ein wißes und ein naturfarbenes-Gen beinhaltet. Weil das weiße Gen dominant ist sehen die Kinder (1. Generation) überwiegend nach wißen Hamstern aus. Kreuzt man nun zwei Hamster der 1. Generation miteinander, so ergibt sich (bei wieder angenommenen vier) Nachkommen folgendes Bild. Ein reiner Weißer Dsungare (WW), zwei Mischlinge (WN) und ein naturfarbener Dsungarer (NN)

NN

WW

Kreuzung ergibt 1. Generation

 

WN

 

 

WN

 

 

WN

 

WN

 

Kreuzung ergibt 2. Generation

 

 

WW

WN

WN

NN

 

 

 

Mischling (WN) [weißes Aussehen]- Naturform (NN) beim Dsungarischen Zwerghamster

Pseudo-Weiß (WN)

 

Natur (NN)

 

Erklärung des Diagramms:

Kreuzt man einen Weißen und einen Naturfarbenen Dsungarischen Zwerg- hamster, so ergibt sich bei den (hier angenommenen vier) Nachkommen eine Erbsubstanz, die je ein wißes und ein naturfarbenes-Gen beinhaltet. Weil das weiße Gen dominant ist sehen die Kinder (1. Generation) überwiegend nach wißen Hamstern aus. Kreuzt man nun zwei Hamster der 1. Generation miteinander, so ergibt sich (bei wieder angenommenen vier) Nachkommen folgendes Bild. Ein reiner Weißer Dsungare (WW), zwei Mischlinge (WN) und ein naturfarbener Dsungarer (NN)

WN

NN

Kreuzung ergibt 1. Generation

 

WN

 

 

WN

 

 

 

NN

 

NN

 

Generation 2A

 

 Generation 2B

WW

WN

WN

NN

 

NN

NN

NN

NN

 

 Vielen Dank an Karin von www.hamsterinfo.de für diesen Artikel.

 

Infobox: Goldhamster Variationen

 

Es gibt nur einen Goldhamster (Mesocricetus auratus). Dieser wurde Anfang des 20sten Jahrhunderts (1930) aus Syrien eingeführt (entdeckt wurde der Goldhamster 1839 bei Aleppo in Syrien). Wenige Goldhamster-Exemplare wurden dann gezüchtet. Aus den Nachkommen dieser wenigen Syrischen Goldhamster wurden dann unzählige Farb- und Fellvariationen gezüchtet. Goldhamster mit bestimmten Merkmalen wurden dann in bestimmte Gruppen eingeteilt. Dies sind keine Goldhamter Arten sondern lediglich Variationen:

 

Züchter unterscheiden die folgenden Goldhamster Variationen:

 

Goldhamster (Naturform) oder Syrischer Goldhamster

 

Langhaar Goldhamster oder Teddyhamster

 

Satin Goldhamster (Hier weist das Fell einen hohen Glanz auf. Der Hamster wirkt dadurch teilweise wie eingecremt)

 

Rex Goldhamster (auch als Angora Hamster bezeichnet)

 

Einfarbige Goldhamster (zum Beispiel cremefarbene oder schwarze Goldhamster)

 

Schecken Goldhamster oder Mehrfarbige Goldhamster (zum Beispiel Panda Goldhamster oder Pandahamster)

 

Russenhamster

Ein weißer Hamster mit seinen fast ganz roten Augen wird häufig als Albino bezeichnet. Er ist aber kein Albino. Die Augen des Russenhamsters sind nicht so rot wie bei echten Albinos, sondern mehr dunkelrot, weil noch Pigmentreste in ihnen vorhanden sind. Die Farbe des Körpers ist weiß wie bei einem Albino. Allerdings sind die Ohren nicht schwarz oder dunkelgrau. Hier ist das Hamsterfell also gefärbt. Der Name des Russenhamsters stammt daher, dass die Ohren (und bei manchen Exemplaren auch die Pfoten) wie mit Ruß beschmutzt aussehen. Russenhamster sind durchschnittlich etwas kleiner und leichter als der Syrische Goldhamster.

 

 


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